Magnetventile für den Kältemittelkreislauf

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Magnetventile sind stopfbuchslos konstruierte Automatikventile, geeignet zum Absperren von gasförmigen und flüssigen Volumenströmen in den unterschiedlichsten Druck- und Temperaturbereichen, praktisch grenzenlos anwendbar. Durch die Fail Safe Funktion; `Federkraft schliessend` oder `Federkraft & öffnend `, werden Magnetventile als sicherheitsgerichtete Stellglieder verwendet.

Advantage

Bei unseren Magnetventilen wird auf nach aussen führende Spindelabdichtung verzichtet. Durch die Bauweise bedingte Bauart;

  • verschraubte Armaturenteile,
  • geschweisste Magnethülse,

wird dauerhaft eine hohe Dichtheit nach aussen sichergestellt. Auch optionale Endlagenschalter vom Typ RC12/27 für die Fernüberwachung des Stellgliedes sind stopfbuchslos konstruiert. Ein an der Spindel angebauter Dauermagnet schaltet den Reedkontakt für die AUF/Zu Meldung berührungslos.

  • hohe Drücke,
  • heisse Medien
  • besonders beachtenswerte (gefährl.) Flüssigkeiten und Gase,

haben PTFE-KolbenFührungRinge geführte Anker und Kolben.
Dieses ist eines unserer Spezialiäten und bereits bei vielen Baureihen in Anwendung. Denn, so wird die verschleissfördernde Reibung auf ein Minimum reduziert.

Magnetventile schnell schaltend

Die Öffnungs- und Schließzeitenzeiten bei Sitzventilen sind Bauart- und Prozeßabhänig.
Von extrem kurzen Zeiten, wir sprechen von 50 bis 80 msek., vom Anlegen der elektrischen Spannung bis zum fließen des vollen Volumenstromes, bis zum verzögertem Schließen zwischen 1 bis 3 sek., ist alles möglich.
Der gefürchtete Wasserschlag kann wirkungsvoll über die regulierbare Schließdämpfung gemindert werden.

Regulierbare Schließdämpfung

Die Schließzeit bei Magnetventilen läßt sich mit einem Nadelventil am Ventildeckel verzögern, um unerwünschte Effekte (Wasserschlag) zu verhindern. Die Schließdämpfung ist bei vielen Ventilen ab DN32 serienmäßig, bei kleineren Nennweiten (DN20-DN25) optional erhältlich. Bei Ammoniak (NH3) - Magnetventilen jedoch, entfällt die Schließreguierung aus Sicherheitsgründen.

Kältemittel NH3, R23, R125, R143a, R507...

Für den Anwendungsbereich `Kältemittel` werden Magnetventile der Baureihen 35/49 bzw. der Baureihe 37/24 verwendet. Aufgrund des Einsatzes für zum Teil brennbare und giftige Stoffe (Ammoniak NH3), ist bei den Ventilen auf eine gute Materialauswahl zu achten. Hier kommt der Eingangs erwähnte Vorteil der hohen äußeren Dichtheit bei Sitzventilen zum tragen, da bereits geringste Leckagen eine Gefährdung für Menschen darstellt.

Materialverträglichkeit

Alle Armaturenteile sind Schraubverbindungen mit Tefloneinlage (O-Ringe, Dichtringe). Wir empfehlen als Dichtmaterial in der Kältetechnik grundsätzlich PTFE. FKM (Fluor-Kautschuk) oder EPDM (Ethylen-Propylen- Kautschuk) können wir aufgrund der Quelleigenschaft, bzw. Blasenbildung nicht oder nur bedingt (frei von Mineralöl !) empfehlen. Die Grundarmatur bis einschl. DN50 wird mit Schweissenden nach ISO 4200 (BR49) ausgeführt, oder als Flanschanschluss mit Nut nach DIN 2512 von DN15 bis DN100 (BR24).

Die Vorlauftemperaturen sind je nach Auswahl des Kältemittels unterschiedlich. Für NH3 ist die Ventilauslegung bis -40°C ausreichend, für andere Kältemittel deren Verdampfungstemperatur bei -80°C liegt, werden die Ventile, falls nötig, angepasst.

Reparatur- und Dichtsätze

Für jedes Ventil können Ersatzteile wie O-Ringe, Nut- oder Kolbenringe, Kolben oder Membrane einzeln oder als Set sinnvoll zusammengefasst, bestellt werden.

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